Geschichte des Kinderheims

Das Kinderheim in Kathonzweni entstand gleichzeitig mit vielen anderen derartigen Zentren in Kenia im Jahr 1979. Es wurde von Sponsoren aus den Niederlanden gegründet und bis 2012 auch von ihnen unterstützt. Zuerst waren 20 Kinder darin untergebracht, aber über die Jahre wurden es immer mehr, sodass einmal sogar 160 Schützlinge zu versorgen waren. Im Jahr 2012 hat die Organisation AICCAD, die die niederländischen Gelder verwaltet, mitgeteilt, dass ihre Einrichtungen ab jetzt jedes Jahr weniger Geld bekommen und sie sich selbst um eine weitere Finanzierung kümmern sollten, weil sie sonst geschlossen würden. Leider kam es genau so und in den folgenden 4 Jahren wurden fast alle Kinderheime geschlossen, die von der Organisation gegründet worden waren. Im Dezember 2016 bekam das Zentrum letztmalig eine Überweisung, die sich innerhalb der 4 Jahre auch auf 40% verringert hatte. Das Zentrum konnte dank Spenden in Form von Lebensmitteln oder vierteljährlichen Almosen der Kirche an das Dorf überleben. Und zwar bis heute. Seit 2002 leitet die Familie Sammy (ein Ehepaar, das dauerhaft bei den Waisenkindern wohnt) das Zentrum, zusammen mit Lucia, Francis und Helfern (mehr über die Mitarbeiter finden Sie hier).

Auf den Flächen des Zentrums werden probehalber Gemüse (bisher Tomaten, Grünkohl und Kohl) angebaut sowie Tiere gehalten (Hühner, Kühe und Ziegen). Aber wenn die Erde unfruchtbar wird oder wenn in der Region eine Krankheit ausbrechen sollte, gibt es kein Geld für Dünger oder Pflanzenschutzmittel. Genauso wenig ist Geld für einen teuren Tierarztbesuch vorhanden, für Medikamente für die Tiere oder für Abwechslung im Futter. Wir haben eine ziemlich kleine Fläche, die viel Pflege und ordentlich Geld braucht, sowie 2 Gewächshäuser (aus dem Jahr 2000). Das Potenzial ist da, aber es fehlt an Mitteln.

Als Moyo4children im Jahr 2015 als Projekt entstand und das Kinderheim vorübergehend unterstützen wollte, waren 59 Kinder hier untergebracht. Aber das Jahr 2016 war für Moyo kein gutes Jahr in Sachen Sponsoren. Die Anzahl der Kinder wurde nochmal reduziert, auf jetzt 25. Das sind meistens Vollwaisen oder Halbwaisen, die aus sehr schwierigen Lebensumständen gerettet wurden. Jedes von ihnen hat von Eltern oder Verwandten Gewalt erfahren, sei es körperliche, sexuelle oder psychische. Das Zentrum ist ein Zufluchtsort für Sie, für den es hier keine Alternative gibt.